• header_ask1.png
  • header_ask2.png
  • header_ask3.png
  • header_autobahn1.png
  • header_autobahn2.png
  • header_kita1.png
  • header_kreuz1.png
  • header_kreuz2.png

Was mir im Lockdown in der Corona-Pandemie Mut macht

Liebe Gemeinde,

ich vertraue mich, gerade in ganz schweren Zeiten, Gott an. Ich erzähle ihm, was ich gerade fühle und denke. Gott ist mir nah. Er hört mir zu und teilt mit mir, was mich beschäftigt. Ich bin damit nicht allein und kann in Worte fassen, wie es mir ums Herz ist.
Was ich ausgesprochen und benannt habe, verliert etwas von seiner Bedrohlichkeit. Ich bemerke, dass es nicht mehr unheimlich in mir wirkt, sondern dass ich benenne, wovor ich mich fürchte und lerne, damit zu leben, damit umzugehen.
Erstmal sagen, was gerade los ist… auch wenn es nur irgendwie aus mir herauskommt und alles andere als gut formuliert ist. Es ist ok, weil Gott mich so annimmt, wie ich bin, wie ich mich fühle. Das tut mir gut und macht mich leichter, öffnet mich.
Und dann rede ich mit mir vertrauten Menschen darüber, tausche mich aus, über das, was mir zu schaffen macht und wofür ich noch gar keine Lösung habe…

Genau so ergeht es mir gerade jetzt in diesen Tagen, Wochen und Monaten, wo uns der Virus weltweit umtreibt und uns das Leben schwer macht.
Es ist wichtig, mit den Menschen, die in der gleichen Situation leben, in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen. So verschieden wir Menschen sind, so unterschiedlich verhalten wir uns auch mit der Bedrohung durch Covit 19.

Und es bleibt nötig, uns mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen der Menschen auseinanderzusetzen. Auch wahrnehmen zu wollen, dass wir je nach Lebenssituation anders betroffen sind, verschiedene Nöte erleben. Und dass wir einander brauchen, um sie zu überwinden und zu bewältigen. Aneinander Anteil zu nehmen und miteinander zu teilen, uns mitzuteilen, hat in seiner Bedeutung zugenommen.

Ich glaube, dass wir inzwischen ein anderes Bewusstsein für „Gemeinschaft“ gewonnen haben, als das vor der Pandemie der Fall war. Jetzt, wo wir nur noch eingeschränkt den Kontakt zu einander erleben dürfen, bemerken wir mehr denn je, wie wichtig unsere Beziehungen für uns sind, lebenswichtig und überlebenswichtig nämlich.

Es macht mir Mut wahrzunehmen, wie viele Möglichkeiten Menschen entwickeln, um im Abstand doch beieinander sein zu können. Und ich bin der Meinung, dass wir darin kreativ bleiben sollten.
Mir tun die vielen Telefonate, digitalen Meetings und „Live-Treffen mit Maske und Abstand“ gut, weil ich spüre, auch dann ist es möglich, Nähe zu teilen, aneinander Anteil zu nehmen und beieinander zu bleiben, gemeinsam Neues zu entwickeln.

Deshalb sind mir auch die Präsenzgottesdienste so wichtig. Mit tragfähigen Hygienekonzepten erleben wir spirituelle Lebensräume, in denen wir von Gott gestärkt und ermutigt werden, weil wir seine lebendige Nähe hier sehr konzentriert erleben können, individuell persönlich und gleichzeitig miteinander.

Weil Gott unsere Not mit uns teilt, bleiben wir darin nicht allein. Dieses Erleben führt uns aus der Angst heraus, weitet unsere Sinne, lässt Zuversicht und Mut wachsen.

Ein Lied berührt mich. Die Melodie nimmt mich mit… der Text wirkt in mir fort. Die Kerze leuchtet und wärmt. Der Blick eines Menschen begegnet mir. Das gehörte Wort nährt meine Sehnsucht. Ich fühle mich aufgehoben in der Gemeinschaft mit Gott und den anderen Menschen. Wir teilen, was uns bewegt.

„Ich habe euch nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7), lässt Gott uns ausrichten. Von seinem Geist lassen wir uns berühren und bewegen. Gesegnet gehen wir gemeinsam weiter in die nächsten Tage, Wochen und Monate …. Amen.

Ich grüße Sie herzlich

Ihre Pfarrerin

Katrin Fürhoff

 

Losung

Dienstag, 27. Juli 2021
So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde fest macht ohne Gehilfen.
Wir haben nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

Termine

01 Aug. 2021
11:00 - 11:45 Uhr
Gottesdienst

08 Aug. 2021
11:00 - 11:45 Uhr
Gottesdienst

15 Aug. 2021
11:00 - 11:45 Uhr
Gottesdienst

22 Aug. 2021
11:00 - 11:45 Uhr
Gottesdienst

evangelisch logo

evTermineLogo

ekd logo