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Liebe Gemeinde,

es ist Advent im Jahr der Corona-Krise. Die Infektionszahlen sind hoch und das Virus bedrückt uns immer mehr. In Notzeiten, in denen wir Menschen sonst zusammenrücken, um uns zu stärken, ist es weiterhin der Abstand, den wir halten, die Maske, die uns gegenseitig schützt, uns aber gleichzeitig verhüllt. Es ist schwer zueinander im Abstand zu bleiben, wo wir uns doch so sehr nach Berührung und Beieinanderseinkönnen sehnen. Gerade jetzt im Advent fällt uns das besonders schwer. Wir sehnen uns danach, miteinander zu singen, uns zu treffen und bei Kerzenschein miteinander zu reden.

Advent im Jahr der Corona-Krise… Wir warten dringlicher als sonst auf Dich, Gott, dass Du zu uns kommst. Das Virus bedroht uns, schwächt uns, weil Gemeinschaft leben jetzt so viel schwieriger und anders ist, als wir das kennen.

Und, Gott, wir machen die Erfahrung, dass Dich auch das Virus nicht hindern kann mit uns zu sein. Du kommst, bist bei uns, hast keine Berührungsängste, keine Angst vor ansteckenden Krankheiten. Du kommst, bist uns nah, wirst Mensch in Jesus Christus, dem Kind in der Krippe. Du bleibst berührbar und berührst, liebst uns durch alle Not hindurch und lässt uns neue Möglichkeiten des Miteinanders entdecken: In deinem Wort, das du uns schenkst, bist du uns nah. Deine Worte, wir können sie uns schreiben und schicken, einander sagen und weitergeben, tröstend, vergewissernd, Mut machend und heilend, so, wie Dietrich Bonhoeff er es gesagt hat: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag, Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

In deinen Worten bist du uns nah und wenn wir in ihnen leben, mit ihnen leben und sie weitergeben, einander zusagen (in Gottesdiensten, präsent und digital, in Nachrichten und Briefen, am Telefon und in digitalen Meetings), dann können wir in ihnen auch mit Abstand und Maske beieinandersein.

Es ist und bleibt anders als in Zeiten ohne Covit 19, aber es ist möglich: Wir sind uns nah in Deinen Worten, die jedem und jeder von uns gelten: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23).

Und jetzt im Dezember heißt der Monatsspruch: „Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“ (Jesaja 58,7)

Auch in diesen Worten ist Gott uns nah und in ihnen können wir so einander nah sein. Der Satz des Jesaja ist Einladung, Verheißung und Aufgabe, gerade auch jetzt in der Corona-Krise im Advent. Wir haben das Brotgeben organisiert, durch „Brot für die Welt“ und die Kindernothilfe und durch alle, die sich für Menschen einsetzen, die anderen Halt geben und bei ihnen bleiben. Jede Spende und jede Tat verändern die Welt ein Stück.

Viele von uns engagieren sich, gerade für Menschen, die eine Flucht hinter sich haben. In ihrem Engagement werden sie auch getragen von der Weihnachtsgeschichte, in der Maria und Joseph schließlich doch noch eine Unterkunft finden und Gott so geschützt in einem Stall zur Welt kommt, mit einem Dach über dem Kopf.

Gerade auch in der Corona-Krise im Advent geht es uns an, wenn Menschen in Not sind: „Entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“ Es ist gut, dass unsere Kirche ein Schiff geschickt hat…. Und es braucht weiterhin unseren Einsatz für Menschen, deren Leben bedroht ist und die bei uns ein neues Zuhause suchen. Lassen Sie uns darin nicht müde werden, sondern beherzt nach Unterstützung und Stärkung suchen.

„Fürchte Dich nicht!“, sagt der Weihnachtsengel zu uns gerade in diesem Jahr. Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, schreibt: „Fürchte dich nicht. Gott ist Mensch geworden. Er ist bei euch.“, sagt der Weihnachtsengel. „In allem, was uns Menschen Angst macht und worin wir uns bedroht fühlen, ist Gott stärkend und tröstend, Mut machend an unserer Seite. Er hat das letzte Wort und nicht der Tod und auch kein Virus.“

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Advent, dass Sie sich behütet, getröstet und gestärkt fühlen mögen in dieser Corona-Krise und dass Sie trotz aller Bedrohung und Not, die Weihnachtsfreude erleben.

Ihre Pfarrerin

Katrin Fürhoff

 

Losung

Samstag, 27. Februar 2021
Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, breitete der HERR seine Fittiche aus und nahm sein Volk und trug es auf seinen Flügeln.
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.

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